Ein High School Austausch im Ausland ist eine einmalige Erfahrung. Doch bevor das Abenteuer beginnt, stellen sich viele Schülerinnen, Schüler und Eltern dieselbe Frage: Soll ich bei einer Gastfamilie wohnen oder eine Boarding School besuchen?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Was für den einen Jugendlichen perfekt ist, passt vielleicht nicht zu einem anderen. Alles hängt von deiner Persönlichkeit, deinen Erwartungen und deinen Zielen für den Austausch ab.
Bei into begleiten wir seit vielen Jahren Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren auf ihrem Weg ins Ausland. Deshalb zeigen wir dir in diesem Artikel die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Möglichkeiten, damit du die Entscheidung treffen kannst, die wirklich zu dir passt.
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Was bedeutet ein Austausch mit einer Gastfamilie?
Bei einem Austausch mit einer Gastfamilie wohnst du während deines gesamten Aufenthalts bei einer einheimischen Familie. Du besuchst eine lokale High School und wirst Teil ihres Alltags.
Du isst gemeinsam mit der Familie, feierst Feiertage und Traditionen mit ihnen, nimmst an Familienaktivitäten teil und lernst das Leben im Gastland aus erster Hand kennen. Für viele Austauschschüler ist genau das der schönste Teil ihres Auslandsjahres.
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Was ist eine Boarding School?
Eine Boarding School ist eine Schule mit Internat. Die Schülerinnen und Schüler besuchen dort nicht nur den Unterricht, sondern wohnen auch auf dem Campus.
Meist teilst du dir ein Zimmer mit anderen Jugendlichen und hast Zugang zu Sportanlagen, Bibliotheken, Aufenthaltsräumen und vielen Freizeitangeboten. Viele Boarding Schools haben sowohl einheimische als auch internationale Schülerinnen und Schüler. Dadurch entsteht eine internationale Gemeinschaft mit Menschen aus vielen verschiedenen Ländern.
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Der größte Unterschied: Wie du das Gastland erlebst
Beide Programme ermöglichen dir einen High School Austausch. Die Art und Weise, wie du das Land erlebst, unterscheidet sich jedoch deutlich.
Gastfamilie
Du wirst Teil des ganz normalen Familienlebens.
Du lernst, wie Familien ihren Alltag gestalten, welche Traditionen sie pflegen und wie Feste gefeiert werden. Außerdem entdeckst du viele kleine Besonderheiten des Landes, die Touristen oft gar nicht kennenlernen. Dadurch tauchst du besonders intensiv in die Kultur ein.
Boarding School
Hier steht das Campusleben im Mittelpunkt.
Du verbringst den größten Teil deiner Zeit mit Mitschülern, Lehrkräften und Betreuern. Weil alle zusammen wohnen, entstehen oft schon nach kurzer Zeit enge Freundschaften.
Natürlich lernst du auch die Kultur des Gastlandes kennen. Trotzdem spielt sich dein Alltag überwiegend auf dem Campus ab.
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Die Sprache lernen
Für viele Familien ist das einer der wichtigsten Punkte.
Gastfamilie
Du sprichst die Landessprache praktisch den ganzen Tag.
Beim Frühstück, Abendessen oder unterwegs ergeben sich ständig Gespräche. Dadurch verbessert sich dein Sprachgefühl oft ganz automatisch. Auch wenn der Anfang manchmal schwerfällt, machen viele Jugendliche schnell große Fortschritte. Lies dazu auch unseren Beitrag „welche Sprache passt zu dir“.
Boarding School
Auch an einer Boarding School nutzt du die Sprache jeden Tag.
Außerhalb des Unterrichts sprechen internationale Schülerinnen und Schüler jedoch häufig Englisch miteinander oder manchmal ihre eigene Muttersprache. Dennoch hast du auch hier viele Möglichkeiten, deine Sprachkenntnisse weiterzuentwickeln. Es gibt dazu ein schönes Video auf Youtube.com. Dort wird genau erklärt wie eine Boarding School funktioniert.
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Selbstständigkeit und persönliche Entwicklung
Beide Programme fördern deine Selbstständigkeit.
Gastfamilie
Du lernst, dich an die Regeln einer anderen Familie anzupassen.
Außerdem entwickelst du soziale Kompetenzen, lernst Verantwortung zu übernehmen und findest dich in einem neuen Alltag zurecht.
Boarding School
Hier organisierst du deinen Alltag oft noch eigenständiger.
Du bringst Unterricht, Hausaufgaben, Sport, Freizeit und das Zusammenleben mit anderen Jugendlichen unter einen Hut. Dabei entwickelst du Selbstorganisation und Eigenverantwortung.
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Neue Freundschaften schließen
Viele Jugendliche machen sich Sorgen, ob sie schnell Freunde finden.
Die gute Nachricht: Das gelingt in beiden Programmen meist leichter als gedacht.
Gastfamilie
Viele Freundschaften entstehen in deiner High School.
Außerdem kann dich deine Gastfamilie ihren Freunden, Nachbarn oder Verwandten vorstellen. Dadurch wirst du schnell Teil der lokalen Gemeinschaft.
Boarding School
Da alle gemeinsam wohnen, entstehen Freundschaften oft besonders schnell.
Gemeinsame Mahlzeiten, Sport, Lernzeiten und Freizeitaktivitäten sorgen dafür, dass enge Kontakte entstehen, die oft viele Jahre bestehen bleiben.
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Freizeit und Aktivitäten
Auch hier unterscheiden sich beide Programme.
Gastfamilie
Welche Aktivitäten du unternimmst, hängt von deiner Gastfamilie ab.
Vielleicht geht ihr gemeinsam wandern, besucht Sehenswürdigkeiten, feiert traditionelle Feste oder verbringt einfach Zeit miteinander. Jede Familie gestaltet den Alltag anders.
Boarding School
Boarding Schools bieten meist ein umfangreiches Freizeitprogramm an.
Zum Beispiel:
- Sportmannschaften
- Musik und Theater
- Naturwissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften
- Debattierclubs
- Robotik
- Fotografie
- Wochenendausflüge
- Freiwilligenprojekte und Führungsprogramme
Dadurch ist fast immer etwas los.
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Regeln und Tagesablauf
Beide Programme haben klare Regeln. Der Unterschied liegt darin, wer sie festlegt.
Gastfamilie
Es gelten die Regeln der Familie.
Dazu gehören beispielsweise gemeinsame Mahlzeiten, kleine Aufgaben im Haushalt oder die Absprache, wenn du dich mit Freunden triffst. Diese Regeln ähneln oft denen zu Hause.
Boarding School
Hier gibt es feste Tagesabläufe.
Unterricht, Lernzeiten, Mahlzeiten, Sport und Freizeit folgen einem klaren Zeitplan. Viele Schülerinnen und Schüler schätzen diese Struktur.
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Kosten
Im Allgemeinen ist eine Boarding School teurer.
Das liegt daran, dass Unterkunft, Verpflegung, Betreuung, Unterricht und zahlreiche Einrichtungen auf dem Campus enthalten sind.
Ein Austausch mit einer Gastfamilie ist häufig günstiger, wobei die Kosten je nach Land, Programm und Aufenthaltsdauer variieren.
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Für wen eignet sich welche Möglichkeit?
Eine Gastfamilie passt gut zu dir, wenn du…
- den Alltag im Gastland intensiv erleben möchtest.
- gerne Teil einer Familie bist.
- die Sprache möglichst den ganzen Tag sprechen möchtest.
- authentische kulturelle Erfahrungen suchst.
- dich gut auf neue Gewohnheiten einstellen kannst.
Eine Boarding School passt gut zu dir, wenn du…
- gerne mit vielen Gleichaltrigen zusammen bist.
- Sport und Arbeitsgemeinschaften liebst.
- das Leben auf einem Campus spannend findest.
- einen strukturierten Tagesablauf bevorzugst.
- viele organisierte Freizeitangebote nutzen möchtest.
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Häufige Missverständnisse
„Bei einer Gastfamilie fühle ich mich nie allein.“
Das muss nicht immer so sein.
Manche Familien unternehmen viel gemeinsam, andere führen ein ruhigeres Leben. Deshalb sind Offenheit und gute Kommunikation besonders wichtig.
„In einer Boarding School lerne ich die Kultur kaum kennen.“
Das stimmt nicht.
Du lernst einheimische Schülerinnen und Schüler kennen, nimmst an Ausflügen teil und sammelst viele kulturelle Erfahrungen.
„Eine Möglichkeit ist grundsätzlich besser.“
Auch das stimmt nicht.
Beide Programme bieten einzigartige Chancen. Entscheidend ist, welche Erfahrung besser zu deiner Persönlichkeit passt.
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Wie triffst du die richtige Entscheidung?
Stelle dir folgende Fragen:
- Möchte ich lieber Teil einer Familie sein oder auf einem Campus leben?
- Interessiert mich das Familienleben mehr als das Campusleben?
- Bevorzuge ich eine ruhige oder eher lebhafte Umgebung?
- Ist mir das vollständige Eintauchen in die Kultur besonders wichtig?
- Wünsche ich mir viele organisierte Freizeitaktivitäten?
Wenn du diese Fragen ehrlich beantwortest, fällt dir die Entscheidung meist deutlich leichter.
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Die beste Wahl ist die, die zu dir passt
Egal, ob du dich für eine Gastfamilie oder Boarding School entscheidest – beide Möglichkeiten können dein Leben nachhaltig verändern.
Du verbesserst deine Sprachkenntnisse, wirst selbstständiger, lernst Menschen aus aller Welt kennen und sammelst Erfahrungen, die dich dein Leben lang begleiten werden.
Der größte Unterschied liegt darin, wie du dein Auslandsjahr erleben möchtest.
Wenn du davon träumst, Teil einer einheimischen Familie zu werden, gemeinsam zu essen und den Alltag des Gastlandes hautnah kennenzulernen, ist eine Gastfamilie wahrscheinlich die richtige Wahl.
Wenn du dir dagegen ein internationales Campusleben mit vielen Aktivitäten, Sportangeboten und Freundschaften aus aller Welt wünschst, könnte eine Boarding School besser zu dir passen. Schau dir mal den Beitrag von Ada auf ihrem Blog an, dort erzählt sie dir wie ihre Erfahrung an einer Boarding School war.
Bei into helfen wir dir dabei, genau das Programm zu finden, das zu deiner Persönlichkeit, deinen Interessen und deinen Zukunftsplänen passt. So wird dein High School Austausch zu einer Erfahrung, an die du dich ein Leben lang erinnern wirst.


