Ein Austauschjahr ist ein großes Abenteuer. Neue Freunde, eine andere Sprache, eine neue High School… alles ist neu und aufregend. Trotzdem gibt es einen Moment, den jeder Schüler früher oder später erlebt: den ersten Anruf nach Hause.

Nach Hause telefonieren im Austauschjahr ist viel mehr als nur ein Gespräch. Es ist ein Moment voller Gefühle, Entwicklung und neuer Erfahrungen. Manchmal passiert er am ersten Tag. Manchmal erst nach einer Woche. Aber er kommt immer. Auf der Seite von GEO.de findest du zusätzlich noch ein paar Tipps, wie du Anrufe nach Hause kostengünstig halten kannst.


Das erste „Wie geht es dir?“, das alles verändert

Am Anfang scheint alles gut zu laufen. Die Schüler entdecken ihre neue Umgebung und gewöhnen sich langsam an ihren Alltag. Doch dann kommt ein ruhiger Moment. Vielleicht am Abend oder nach dem Essen.

Und plötzlich entsteht das Bedürfnis, nach Hause zu telefonieren.

— „Hallo Mama…“
— „Hallo! Wie geht es dir?“

Diese einfache Frage kann ganz unterschiedliche Antworten auslösen. Manche sagen sofort „alles ist gut“. Andere zögern kurz. Denn auch wenn alles gut läuft, ist Heimweh völlig normal. Spezielle Tipps, wie du besser mit Heimweh umgehen kannst findest du auch in unserem Beitrag „Schüleraustausch & Heimweh: Tipps für dein Auslandsjahr“.


Wenn Gefühle plötzlich hochkommen

Beim Nach-Hause-Telefonieren im Austauschjahr kommen oft unerwartete Gefühle hoch. Viele Schüler merken erst, wie sehr sie ihr Zuhause vermissen, wenn sie die Stimme ihrer Familie hören.

Manchmal klingt es so:

— „Mir geht’s gut… aber ich vermisse euch“

Und plötzlich kommen Tränen. Nicht, weil die Erfahrung schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Es zeigt nur, dass sie etwas Wichtiges erleben.

Außerdem hilft dieser Moment zu verstehen, dass Unsicherheit ein Teil des Austauschs ist.


Was nicht immer gesagt wird

Interessanterweise erzählen Schüler beim ersten Anruf nicht immer alles. Oft wollen sie ihre Eltern beruhigen.

Zum Beispiel:

— „Die Gastfamilie ist sehr nett“
— „In der Schule läuft alles gut“

Auch wenn sie sich noch eingewöhnen oder manche Dinge schwierig finden. Das ist völlig normal. Mit der Zeit öffnen sie sich mehr.

Gleichzeitig passiert noch etwas: Schüler merken, dass sie viele Dinge selbst schaffen können.


Nach dem Anruf verändert sich etwas

Nach dem Nach-Hause-Telefonieren im Austauschjahr fühlen viele Schüler eine Mischung aus Nähe und Distanz. Sie fühlen sich ihrer Familie näher, merken aber auch, wie weit sie weg sind.

Trotzdem verändert sich etwas.

Nach diesem Anruf machen viele einen wichtigen Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Es ist, als würden sie denken:

„Ich schaffe das.“

Und genau das stimmt.


Wie sich die Anrufe mit der Zeit verändern

Nicht jeder Anruf ist gleich. Tatsächlich verändern sie sich im Laufe der Zeit stark.

Am Anfang: häufiger und emotionaler

In den ersten Wochen sind die Gespräche oft länger und häufiger. Sie helfen bei der Eingewöhnung.

Später: entspannter und positiver

Mit der Zeit wird alles vertrauter. Die Schüler finden ihren Rhythmus, schließen Freundschaften und gewinnen Selbstvertrauen.

Dann klingen die Gespräche so:

— „Ich habe mich heute mit Freunden getroffen“
— „Ich habe etwas Neues ausprobiert“
— „In der High School läuft es richtig gut“

Nach Hause telefonieren im Austauschjahr wird weniger ein emotionaler Anker und mehr ein Austausch von Erlebnissen.


Die Balance zwischen zwei Welten finden

Eine der wichtigsten Erfahrungen im Austausch ist es, die Balance zwischen zwei Welten zu finden.

Auf der einen Seite steht das Zuhause. Auf der anderen Seite das neue Leben im Ausland.

Die Anrufe helfen, diese Verbindung zu halten. Dennoch ist es wichtig, nicht zu abhängig davon zu werden. Im Moment zu leben macht die Erfahrung intensiver.


Tipps für Schüler: So gelingt der erste Anruf

Wenn du ein Austauschjahr planst oder schon im Ausland bist, helfen dir diese Tipps:

1. Sei ehrlich, aber bleib ruhig

Heimweh ist normal. Es zu teilen hilft, aber du wächst daran.

2. Ruf nicht nur an, wenn es dir schlecht geht

Teile auch deine positiven Erlebnisse.

3. Gib dir Zeit

Jeden Tag wird es leichter. Die Eingewöhnung kommt schneller, als du denkst.

4. Genieße deine Selbstständigkeit

Die Zeit im Ausland zeigt dir, was du alles kannst.


Ein Moment, den niemand vergisst

Mit der Zeit wird das Nach-Hause-Telefonieren im Austauschjahr zu einer besonderen Erinnerung. Viele Schüler sehen darin einen der wichtigsten Momente ihres Auslandsjahres.

Denn es war nie nur ein Anruf.

Es war der Moment, in dem sie verstanden haben, dass Wachstum bedeutet, die eigene Komfortzone zu verlassen… und dass das Zuhause immer ein Teil von ihnen bleibt.

Bei into begleiten wir Schüler auf ihrem gesamten Weg ins Ausland. Denn hinter jedem Anruf steckt eine Geschichte voller Entwicklung, Gefühle und neuer Perspektiven. Auf der Seite von psychologen-online.com gibt es einen interessanten Artikel über Heimweh, wie es entsteht und wir normal es ist, dieses Gefühl zu haben.

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